Zwei Geschichten – ein Volk

Die Josef- und die Mose-Geschichte sind der Großteil (des roten Fadens) der Mose-Bücher, des Kerns der hebräischen Bibel, des Alten Testaments. Das Sich-Kümmern Gottes um sein Volk im Alten Bund, mag uns (Heiden = Nichtjuden) helfen unsere Beziehung zu Gott im Neuen Bund besser zu verstehen.

Josef: Eine Traumkarriere

Autor: Jürgen Werth
Komponist: Johannes Nitsch
Entstehungsjahr:1988
Story: Lebensgeschichte Josefs erzählt aus der Retroperspektive.

Hoffnungsland

Ein Musical über ein Volk auf dem Weg

Autor: Jürgen Werth
Komponist: Johannes Nitsch, Hans-Werner Scharnowski
Entstehungsjahr:1999
Story: Geschichte des Volkes Israel auf seiner 40-jährigen Wüstenwanderung

Handlung

Josef
Das Musical spielt in Ägypten während der Zeit Mose. Pua und Schifra, zwei hebräische Hebammen, müssen alle neugeborenen Jungen auf Befehl des Pharaos umbringen. Schifra möchte, daß Pua die Geschichte von Josef, dem Sohn Jakobs, erzählt, weil ihr die Geschichte Kraft gibt. Josefs Leben war voller Verrat und Schwierigkeiten, aber Gott ist immer bei ihm geblieben.

Hoffnungsland
Von den Sehnsüchten der Menschen vor über 3000 Jahren schlägt das Musical einen Bogen zur Gegenwart. Mose, der damaligen Anführer des israelischen Volkes, blickt zurück auf die Erfahrungen in der Wüste. 40 Jahre nach dem Auszug aus Ägypten, nach entbehrungsreicher und schwieriger Wanderung, sitzt er auf seinem Koffer und blickt ins Gelobte Land. Bis kurz vor dem Ziel hat er das Volk Israel geführt, selbst wird er es nie erreichen. Was Mose bleibt, ist eine große Erkenntnis und der Blick zurück. Aus der Retrospektive erzählt er „Hoffnungsland“, eine Geschichte von Glauben und Verzweiflung, von einem Volk und seinem Gott.

Mose wird zum Führer seines Volkes. Schnell wächst er in seine Rolle, aus den Zweifeln wird Charisma. Zusammen mit den deutlichen Zeichen von Moses Auftraggeber weicht schließlich auch der Pharao. Israel darf ziehen. Mit Dancefloor-Beat geht es zunächst noch munter und voller Elan auf die Reise. Im Glauben gestärkt und mit viel Vertrauen im Gepäck zieht das Volk in die Wüste – immer auf der Suche nach dem Gelobten Land. Der beschwerliche Weg ist lange, die Zeichen von oben werden selten. Und kaum wendet Mose sich ab, um zu beten, steht das goldene Kalb auf der Bühne. Hingabevoll wird zu Technobeats und Raps wie aus Dancefloorhymnen um den Baal getanzt. Mose und sein Gegenspieler sind geteilter Meinung. „Hör auf Gott, hör auf die Welt“ singt der Chor im Hintergrund, während die beiden sich am vorderen Bühnenrand ein Wortduell im Stil einer Kurt Weil Ballade liefern.

Jetzt ist es Zeit für die zehn Gebote. Die kommen nicht auf Steintafeln, sondern werden dem Volk von Mose in einem Song überbracht. Das Publikum singt begeistert mit. Mose, inzwischen voll in seine Aufgabe als Führer des Vokes gewachsen, strotzt vor Charisma und Überzeugung, aber manchmal auch Zweifel. Besonders als er kurz vor dem Ziel lediglich den Blick auf das Land Kanaan genießen darf.

Komponist

Von 1978 bis 1982 wirkte Johannes Nitsch beim Evangeliumsrundfunk in Wetzlar als Musikreferent. Dort arbeitete er mit Jürgen Werth zusammen, der später zu vielen seiner Werke die Texte lieferte. Bekannt wurde er vor allem durch seine Musicals »David«, »Josef: eine Traumkarriere « (Uraufführung 1988 beim jugendmissionarischen Kongreß »Christival« in der Nürnberger Frankenhalle) und »Jona«. In Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstanden musikalische Bühnenproduktionen wie »Begegnungen«, »Drei Tage« (zu Ostern), »Felsenfest« (zur Bergpredigt) und »Folgen« (zum »Christival ´96«). Eines der letzten Bühnenwerke, das Johannes Nitsch gemeinsam mit Jürgen Werth und Hans-Werner Scharnowski schrieb, war »Hoffnungsland«. Bei der Satelliten-Evangelisation »ProChrist« war Nitsch Leiter der Combo und Pianist. Zusammen mit dem spanischen Pantomimen Carlos Martinez trat Nitsch als »PianOmime« auf.

An den Folgen einer Darmkrebs-Operation ist Johannes Nitsch am 5. September 2002 im Alter von 49 Jahren verstorben. Unsere Gedanken und Gebete sind mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen. Möge sein Licht durch die weitere Aufführung seiner Werke und die Wirkung seines Lebens weiter strahlen.

Lieder

Josef

  • Hundertmal
  • Gott meint es gut
  • Er war ein Träumer
  • Eine andere Familie
  • Weg mit ihm
  • Eines Tages seid ihr dran
  • Manches Ende ist ein Anfang
  • Versuchung
  • Leben ohne Schatten
  • Wir verteilen, was du gibst
  • Hier ist alles so viel größer
  • Ich steh unter Gott
  • Wie ein Fest nach langer Trauer
  • Gott meint es gut
Josef

Hoffnungsland

  • Durch die Wüste
  • Such dir bitte einen andern
  • Du bist stärker
  • Unser Gott ist treu wie Gold
  • Hör auf Gott, hör auf die Welt
  • Tausendmal verraten
  • Gebote
  • Zeichen
  • Gott nimmt unser Wandern auf sein Herz
  • Warum
  • Sie sind nicht meine Kinder
  • Gelobtes Land
Hoffnungsland

Unterstütztes Projekt

Diesmal gab es kein Projekt.

Beteiligte

Chor: James, Doris E, Maria, Heinz, Bernhard, Hannes, Heiko B, Olli, Silvio, Judith, Ronja, Anja R, Christina, Katharina, Benjamin S, Philipp D, Reinhold, Thomas, Anja H, Ellie, Marly, Stephanie, Karin, Traudl, Annelie
Band: Bea, Bernd, Gernot, James, Philipp K, Roswitha
Weitere: Doris S, Eva, Hans, Heiko M, Susanne
Geschichte: Wer war wann dabei
      quertöne – der Musical-Chor
http://quertoene.de/dg/z.htm, letzte Änderung: 22. Mai 06 durch Thomas Düthorn